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Was macht eigentlich ein Growth Manager in einer Marketing Agentur?

Growth Manager Jan Steg und Charlene Jeche bei Videokonferenz

Der Growth Manager oder Growth Marketing Consultant ist eine zentrale Figur in den meisten Digitalagenturen und kümmert sich – wie der Name schon andeutet – um das nachhaltige Wachstum der Kunden und ihrer Geschäftsmodelle. Aber: Was macht er eigentlich genau und wie sieht die Arbeit hinter den Kulissen aus? Wir haben unseren Kollegen Jan Steg gefragt. Er ist Growth Marketing Consultant bei advalyze und gibt uns einen detaillierten Einblick in sein Berufsbild.

Was ist der Job des Growth Managers bei advalyze?

Der Growth Manager oder auch Growth Marketing Consultant ist der Hauptansprechpartner in der Agentur und das Gesicht für den Kundenkontakt. Er ist die Schnittstelle zwischen dem internen Team sowie den Mitarbeitern des Kunden und behält stets das bigger picture, also alle Prozesse, Ziele und Deadlines im Blick. Operativ macht er natürlich nicht alles allein, denn auch wenn er Kompetenzen in vielen Bereichen hat, fehlt ihm da die nötige Tiefe. Vielmehr entwickelt er zusammen mit dem Kunden eine Strategie und steht ihm als Sparringspartner zur Seite, um Probleme oder Herausforderungen zu besprechen. Gleichzeitig koordiniert er aber auch intern die Ressourcen, entwickelt die Roadmap und ist sozusagen ein Organisator, der den beteiligten Personen bei der Ausführung ihrer Arbeit hilft. Wenn beispielsweise Probleme im Team oder Projekt auftreten, dann ist der Growth Manager die erste Ansprechperson.

„Die günstigsten Leads werden später meist die teuersten sein.“

Erfolg durch unternehmerische Sichtweise

Zudem bringt der Growth Manager stets eine unternehmerische Sichtweise mit rein. Das bedeutet, es ist ganz wichtig, dass man sich die Zusammenhänge anschaut, und sich nicht nur auf einen Funnel-Step konzentriert, wie beispielsweise Lead-Generierung. Denn: Die günstigsten Leads werden später meist die teuersten sein. Auch wenn sie vordergründig gut konvertieren, bedeutet das nicht, dass diese Leads auch langfristig und nachhaltig funktionieren.

Ein extremes Beispiel: Ein Autohändler schaltet auf seiner Website eine günstige Anzeige für „Freibier“. Höchstwahrscheinlich wird die Seite viele neue Besucher verzeichnen, aber ob diese dann auch wirklich ein Auto kaufen, ist eine ganz andere Frage. Besser würde er mit einer Strategie fahren, die seine Zielgruppe genau zum richtigen Zeitpunkt an passender Stelle mit dem richtigen Inhalt anspricht, sodass eine konstante Conversion gegeben ist. Ziel ist es also, sich den kompletten Funnel – also den gesamten Sales Prozess – anzuschauen und die verfügbaren Mittel und Ziele bestmöglich aufeinander abzustimmen. Der Growth Manager arbeitet stets holistisch und bringt die unternehmerische Sichtweise für den Kunden und seine Probleme mit.

Wie wird man ein Growth Manager?

  • Ein Wirtschaftsstudium ist immer von Vorteil, aber noch wichtiger ist es, Marketing-, Sales- oder unternehmerische Erfahrung mitzubringen.
  • Dann sollte man auf jeden Fall aufgeschlossen sein, sich ständig neuen Themen und Problemen zu widmen, insbesondere auch, wenn man mit Frameworks arbeitet.
  • Generell braucht es auch ein tiefes Interesse und Verständnis für verschiedene Geschäftsmodelle.

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Vielseitige Arbeit & Flexibilität

Besonders wenn man in einer Agentur wie advalyze arbeitet, dann gestaltet sich die tägliche Arbeit sehr vielseitig – heute mache ich was mit einem Roboter-Startup, morgen mit einem Mittelständler, der Küchen verkauft, usw. Das heißt, man braucht ein hohes Maß an Flexibilität. Dann ist es wichtig, dass man Lust auf Herausforderungen hat, denn fast jeden Tag wird man auf Probleme stoßen und, wenn man dann die falsche Einstellung à la „Oh nein, nicht schon wieder ein Problem“ hat, dann ist der Beruf eher nicht das Richtige. Stattdessen sollte man ein lösungsorientiertes Denken mitbringen.

Immer im Kontakt mit Menschen

Man muss gerne mit anderen Menschen arbeiten wollen. Der Beruf des Growth Managers erfordert einen regen Austausch mit den Kunden. Dabei muss man sich einerseits auf unterschiedliche Persönlichkeiten einlassen und andererseits auch in der Lage sein, seine Meinung zu vertreten und andere vom eigenen Standpunkt zu überzeugen.

Growth Manager: Diese Fähigkeiten muss man mitbringen

  • Umgang mit Menschen: Ein Growth Manager muss definitiv ein kommunikativer Typ sein, der gut und gern mit Menschen umgehen kann, den Kontakt nicht scheut und ihnen auf Augenhöhe begegnet.
  • Konstruktive Kommunikation: Wenn etwas gerade nicht gut läuft, muss man mit den Verantwortlichen trotz allem sachlich und konstruktiv kommunizieren. Man sollte immer in der Lage sein, das Problem vom Menschen zu trennen – das ist für mich ganz wichtig.
  • Lösungsorientiertes Denken: Man sollte Lust auf Herausforderungen mitbringen und keinesfalls resignieren, sondern diese immer als Chance wahrnehmen.
  • Projektmanagement-Fähigkeiten: Man sollte sich generell ausführlich mit dem Projekt-Management auseinandersetzen, also mit den Fragen, wie koordiniere ich was, und wie behalte ich den Überblick.

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Was hast du in deinem ersten Jahr als Growth Consultant bei advalyze gelernt?

Selbstsicherheit in der Form, wie man mit Leuten spricht, wie man sicher auftritt und vor allem, wie man sich präsentiert. Ein großer Teil der Arbeit besteht darin, dass man seine Ideen verständlich vorstellen und ggf. auch verteidigen muss. Heute weiß ich genau, wie man Diskussionen konstruktiv auf Augenhöhe führt und intern sowie mit dem Kunden stets transparent bleibt. Das sind wichtige Learnings für mich gewesen. Schließlich habe ich natürlich auch inhaltlich sehr vieles im Bereich Marketing gelernt.

„Nicht immer ist das, was der Kunde will, auch das, was er wirklich braucht.“

Wie plant ein Growth Manager ein neues Projekt?

Zunächst kommt der Kunde auf uns als Agentur zu und wir versuchen zu verstehen, was das Problem ist. Dabei schauen wir, ob wir ihm mit den von uns angebotenen Leistungen unterstützen können, oder ob er vielleicht etwas ganz anderes braucht bzw. sucht. Nicht immer ist das, was der Kunde will, auch das, was er wirklich braucht. Bei advalyze vertreten wir den Ansatz, dass der Kunde genau das bekommt, was er wirklich braucht, damit sein Geschäftsmodell nachhaltigen Erfolg bringt.

Workshop mit dem Kunden

Wenn das geklärt wurde, gehen wir anschließend in einen gemeinsamen Workshop, und setzen uns mit den einzelnen Details auseinander. Basierend auf den Ergebnissen entwickeln wir dann eine Art Schlachtplan und schauen, ob sich daraus eine kommende Zusammenarbeit ergibt. Denn dem Kunden steht es frei, diesen Schlachtplan entweder im Alleingang, mit unserer Expertise, oder auch mit einem anderen Unternehmen umzusetzen – das steht für uns letztlich nicht im Vordergrund.

Erstes Ziel: Low Hanging Fruits

Wenn sich beide Parteien einig sind und der Kunde sagt, „Ja, ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit advalyze“, dann versuchen wir zunächst die low hanging fruits, also die tendenziell einfachen Aufgaben mit dem größten Potential umzusetzen. Dabei gehen wir in iterativen Schritten vor – das heißt testen, testen, testen. Alle Hypothesen, die wir im Vorfeld aufgestellt haben, setzen wir nutzerzentriert um, indem wir genau gucken, wie der User reagiert. Die richtige Kommunikation zur richtigen Zeit an passender Stelle ist hierbei immer die oberste Maxime.

Zielerreichung verfolgen und messen

Unsere Arbeit lässt sich schließlich daran messen, ob wir unsere ausgangs gesteckten Ziele auch wirklich erreicht haben. Beispielhaft, wenn der Fokus auf der Lead-Generierung liegt, kann ein mögliches Ziel die Generierung von 1000 Leads zu einem bestimmten CPL sein. Es kann aber auch darum gehen, eine Marketing-Automation aufzusetzen, oder eine festgelegte Quote an sales-qualified Leads zu erreichen.

Erfolgsindikator – als Agentur überflüssig zu werden

Ziel ist es immer, dass wir uns im Unternehmen des Kunden überflüssig machen, denn erst dann sind beide Seiten erfolgreich. Wir sind sozusagen Internet-Unternehmer zur Miete und schätzungsweise erstreckt sich die typische Zusammenarbeit mit Kunden auf etwa ein Jahr. Einige sind aber auch dauerhaft dabei, da geht es dann besonders um langfristige Themen. Nach einem Jahr hat man meistens die anfängliche Zielsetzung umgesetzt. Häufig passiert es aber auch, dass sich daraus neue Themen ergeben, die man im weiteren Verlauf angehen kann.

Die enge Zusammenarbeit mit dem Kunden

Die Mitarbeiter seitens des Kunden spielen immer eine große Rolle. Wenn wir zum Beispiel ein CRM implementieren, dann sind ja die eigenen Mitarbeiter am Ende die Key-User und nicht advalyze. Wir verkaufen nicht einfach ein Produkt, sondern wir arbeiten mit dem Kunden für den Kunden und deswegen ist der Kontakt mit den operativ ausführenden Mitarbeitern auch Kernbestandteil unserer Arbeit.

Was macht dir bei der Arbeit als Growth Manager am meisten Spaß?

Besonders spannend finde ich es, unterschiedliche Firmenarten kennenzulernen, vom Startup über mittelständische Unternehmen bis hin zum Konzern sowie auch unterschiedlichste Branchen. Das ist immer im Hinblick auf die dahinter liegenden Business-Modelle sehr interessant. Gleichzeitig lernt man auch wahnsinnig viele Menschen kennen und kann sich so ein Netzwerk aufbauen. Ansonsten macht es mir großen Spaß, meine Softskills zu verbessern, z.B. wie ich mich präsentiere oder wie ich andere für meine Ideen begeistern kann, sodass sie diese unterstützen.
Es ist einfach ein fordernder aber auch ein sehr interessanter Job. Und es ist immer spannend, die Vereinbarungen, die man mit dem Kunden getroffen hat, dann umgesetzt zu sehen, alles funktioniert und die Kunden sind glücklich – dass ist jedes Mal einer der schönsten Momente meiner Arbeit.

Das ist doch ein gelungener Abschluss für dieses Interview. Vielen Dank Jan!

Wenn ihr noch weitere Fragen zum Thema Growth Manager habt, schreibt uns gern oder schaut bei unserer Karriereseite vorbei!

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Autor:In

Charlene Jeche Advalyze

Charlene Jeche

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