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Finde die richtigen Tools für dein MarTech Stack in 3 Schritten

MarTech Tools Auswertung

Dein Unternehmen hat sich kürzlich für ein neues E-Mail-Marketing-Tool entschieden und nach etwa sechs-monatiger Nutzung und der Erstellung diverser E-Mail-Kampagnen stellst du dann plötzlich fest: „Das Aufsetzen einer mehrstufigen Customer Journey ist nicht ganz so einfach, wie erwartet.“ Kommt dir das bekannt vor?

Das heutige, sich ständig verändernde Angebot an neuen Marketing-Tools macht es einem nicht gerade leicht, die passende Lösung für sich zu finden. Klar, einerseits kannst du eine umfangreiche Liste erstellen, in der du alle unterschiedlichen Tool-Funktionen vergleichst (nur um dich dann doch durch ähnlich klingende Bezeichnungen und Features verwirren zu lassen) oder du entscheidest dich direkt für den ersten Anbieter, dessen Website die perfekte Lösung für dein Unternehmen verspricht. Letzten Endes stehst du dabei immer vor einer finanziellen Verpflichtung und musst feststellen, dass es Dinge gibt, die du gern lieber vorher gewusst hättest.

Es geht nicht um das Tool allein, sondern darum, was du damit erreichen willst.

Oliver Moser

Das Problem ist: Es gibt nicht das ideale Tool oder die perfekte Kombination von Marketingtechnologien, die ein reibungsloses Zusammenspiel garantiert. Die Wahl des richtigen Tools, ob ein CRM oder ein Videokonferenztool, wird oft unterschätzt oder überstürzt getroffen, was dann in der Zukunft zu diversen Schwierigkeiten oder Einschränkungen führen kann.
Bei allen Hürden entlang der Suche gibt es aber auch einige Maßnahmen, die du treffen kannst, um die passende Lösung für dein Marketing-Tech-Stack besser identifizieren und integrieren zu können. In diesem Artikel zeige ich dir, warum sich eine gründliche Vorbereitung bei der Toolauswahl lohnt.

Was ist ein MarTech-Stack?

Ein Marketingtechnologie-Stack, auch MarTech-Stack genannt, ist eine Sammlung digitaler Tools, die zur Unterstützung oder Bereitstellung von Marketingfunktionen für ein Unternehmen eingesetzt werden. Die Größe, der Umfang und die Komplexität des Stacks lassen sich hierbei aus den Geschäftsanforderungen, dem Fachwissen und der Fähigkeit zur Auswahl des richtigen Tools ableiten

Was sind typische MarTech-Tools?

  • Customer-Relationship-Management (CRM)
  • Content-Management-System (CMS)
  • Kundendaten-Plattform (CDP) (Und warum du in eine Customer Data Platform investieren solltest, erklärt dir unser umwerfend gut-aussehender MarTech Product Manager Adam Griffiths 😉.)
  • Automatisierungs- und Integrationssoftware (Integromat/Zapier)

Welche Arten von Tools müssen sorgfältig geprüft werden?

Dieser Prozess kann auf alle Arten von Tools angewendet werden, die auf einem beliebigen Unternehmensziel basieren. Um zu entscheiden, ob dieser Prozess für dich geeignet ist, musst du dir zunächst über einige Fragen Klarheit verschaffen:

  1. Hilft dieses Tool dabei, die Unternehmensziele zu erreichen?
  2. Wird es von mehreren Personen im Unternehmen genutzt werden?
  3. Muss es mit mehreren anderen Systemen integriert werden?

Wenn du auch nur eine dieser Fragen mit „Ja“ beantworten kannst, dann wirst du sicher von dem folgenden Tool-Auswahlverfahren profitieren.

Der MarTech-Tool-Evaluierungsprozess auf einen Blick

MarTech Tools Auswertung in 3 Schritten

Um das passende Marketing-Tool für sich auszuwählen, braucht es also die richtige Vorbereitung. Dieser Prozess mag zwar mit etwas Zeit und Aufwand verbunden sein, hilft dir aber langfristig dabei, die richtige Entscheidung für dein Unternehmen zu treffen und künftigen Problemen vorzubeugen. Nachfolgend findest du eine detaillierte Schritt-für-Schritt-Anleitung zur erfolgreichen Evaluierung diverser MarTech-Tools.

Sammle alle möglichen Anforderungen an das neue Tool

Dieser Schritt ist essentiell wichtig, da hier die generelle Richtung festgelegt wird, mithilfe derer eine erfolgreiche Tool-Entscheidung getroffen werden kann. Unser CEO und advalyze Mitbegründer Oliver Moser hat Recht, wenn er sagt: „Es geht nicht um das Tool allein, sondern darum, was du damit erreichen willst.“

Die Art und Weise, wie du deine Anforderungen definierst, kann, je nach Unternehmen, variieren. Denke daran, es geht darum, so viel wie möglich über die Richtung und die Ziele deines Unternehmens oder deiner Abteilung herauszufinden. Dies kann in Form eines Workshops, einer Reihe von Meetings oder auf der Grundlage von vorhandenem Wissen geschehen. Und dafür ist der Input der richtigen Leute, einschließlich des CTO, der Produktmanager, der Marketingspezialisten oder der Prozessverantwortlichen, unentbehrlich.

Fragen, die du dir bei der Definition der Tool-Anforderungen stellen solltest:

  • Wer wird das Tool verwenden?
  • Wer ist für den Output des Tools verantwortlich?
  • Erfordert es einen Prozess oder die Integration mit anderen Tools?

Erstellen von Anwendungsfällen für dein MarTech-Tool

Sobald Klarheit über die Unternehmensausrichtung und -ziele besteht, solltest du aussagekräftige Anwendungsfälle erstellen. Beispielsweise könnte ein Anwendungsfall lauten: „Wir möchten Produktempfehlungen an frühere Kunden auf der Grundlage ihrer Kaufhistorie senden.“ Von hier aus musst du die Anforderungen ermitteln, die ein E-Mail-Marketing-Tool erfüllen muss, um diesen Anwendungsfall umzusetzen. In diesem Beispiel muss das Tool in der Lage sein, folgende Funktionen zu erfüllen:

  • Segmentierung
  • Datenumwandlung
  • E-Mail-Personalisierung
  • Integration von Kaufdaten aus dem Vertriebssystem über API oder vorgefertigte Integration

Je mehr Anwendungsfälle du hinzufügst, idealerweise etwa drei bis fünf, desto mehr Anforderungen kannst du an das Tool stellen, und desto länger wird die endgültige Liste zur Bewertung unterschiedlicher Tools.

Recherche und Bewertung diverser MarTech-Tools

Zu Beginn sollte deine Longlist etwa zehn bis zwanzig Tools umfassen. Je nach vorhandener Tool-Erfahrung sowie -Kategorisierung kann es knifflig sein, hier genügend vergleichbare Optionen zu finden.

Wie du verfügbare Tools für deinen Bedarf findest

  • Befrage dein Netzwerk, Freunde, Kollegen, Ex-Kollegen usw.
  • Nutze deine Social-Media-Konten und stelle Fragen wie „Kann jemand ein Marketing-Automatisierungs-Tool empfehlen, mit dem ich …?“ oder trete Gruppen bei, die über das Thema diskutieren.
  • Auch die Google-Suche kann dir weiterhelfen, denn deine Suchanfragen rufen bezahlte Anzeigen anderer Anbieter auf den Plan. Dir werden Vergleichswebsites angezeigt, z. B. Hubspot vs. Salesforce, Hubspot vs. Active campaign.

Sobald du deine Longlist zusammengetragen hast, recherchierst du die Anbieter nacheinander gründlich. Besuche die Websites, lies dir die Beschreibungen durch und sprich mit den jeweiligen Vertriebsteams. Dabei solltest du die Tools immer mit deinen Anforderungen abgleichen. Entsprechen diese nicht deinen Vorstellungen, kannst du sie einfach von der Liste streichen.

Danach solltest du eine Auswahlliste von etwa drei bis fünf Tools haben. Nimm Kontakt mit den Anbietern auf und vereinbare einen Demo-Termin oder fordere ein Testkonto an. Auf diese Weise kannst du die Tools ausprobieren und dich mit den Funktionen vertraut machen.

Anforderungen, die du bei der Auswahl eines digitalen Marketing-Tools berücksichtigen solltest

Jedes Projekt bringt unterschiedliche Voraussetzungen mit sich, die eng mit deinem Unternehmen, deinen Zielen und der Art des Tools, welches du implementieren willst, verbunden sind. Es gibt jedoch auch einige wichtige Anforderungen, die häufig für alle digitalen Marketing-Tools gleich sind und die du berücksichtigen solltest.

  • DSGVO-Konformität – Der Standort des Anbieters kann sich darauf auswirken, wie du mit dem Tool interagieren und welche Daten du bereitstellen kannst. Prüfe daher, wie das Unternehmen mit Daten umgeht und ob es die notwendigen DSGVO-Anforderungen erfüllt.
  • Tool-Integration und API – Oft müssen neue Tools in ein bestehendes Tech-Stack integriert werden. Informiere dich darüber, ob es entsprechende Integrationen mit deinen Tools gibt oder ob es eine einfache Möglichkeit gibt, eine API zu nutzen.
  • Kundensupport – Alles funktioniert wunderbar, bis irgendetwas plötzlich nicht mehr so wie erwartet läuft. Schnelle Hilfe durch den Support kann hier den entscheidenen Unterschied zwischen Erfolg und Scheitern bedeuten. Versuche also auch, den Support während der Demo- oder Testphase in Anspruch zu nehmen, um zu prüfen, wie schnell und effektiv dieser im Fall der Fälle reagiert.
  • Funktionsfreigaben – Wird das Tool stetig erweitert? Im Laufe der Zeit wirst du die Grenzen des Tools immer weiter ausreizen wollen. Daher ist von Vorteil, wenn die Möglichkeit besteht, neue Funktionen anzufordern. Als positives Beispiel kann man das Automatisierungs- und Integrationstool Integromat nennen. Hier gibt es ein umfangreiches Portal, in dem Nutzer Funktionsanfragen stellen können und sich zusätzlich über künftige Funktionserweiterungen informieren können.
  • Preis – Unternehmen, egal ob groß oder klein, müssen sich an Budgets halten, und mit jedem neuen Tool kommt auch eine neue Preisstruktur. Vergewissere dich, dass du verstehst, wie die Preisgestaltung der einzelnen Tools funktioniert und was genau dir dabei in Rechnung gestellt wird. Prüfe die verschiedenen Tarife und informiere dich umfassend, was passiert, wenn du den Tarif in der Zukunft erweitern musst.
  • Nutze ein breit gestreutes Wissen – Vielleicht hast du oder jemand aus deinem Netzwerk bereits Erfahrung mit bestimmten Tools gesammelt. Erkundige dich nach anderen Eindrücken und Meinungen. Eine gute Möglichkeit, dieses Wissen anschaulich zu sammeln, ist diese coole Übersicht von Zalando.

Teste die Tools mithilfe deiner Anwendungsfälle

Sobald du in der Lage bist, das Tool als Demo zu testen, solltest du es mit den Kollegen durchgehen, die an der Erstellung der Anwendungsfälle beteiligt waren. Erstelle eine Scorecard, mit der du Feedback zu den Tools sammeln kannst. Alles hat seine Vor- und Nachteile und nicht immer gibt es ein Tool, das allen Anforderungen gerecht wird, aber mithilfe der Demositzungen könnt ihr im gemeinsamen Austausch Lösungen erarbeiten.

Jetzt solltest du einen guten Überblick darüber haben, wie du dein nächstes digitales Marketinginstrument zielführend auswählen und bewerten kannst. Schließlich kannst du mit der richtigen Vorbereitung sicherstellen, dass du das zu deinen Bedürfnissen passende Tool auswählst. Denn die Wahl eines MarTech-Stacks kann sich einerseits positiv auf das Geschäft auswirken oder aber auf lange Sicht zur zeitraubenden Belastung werden. Wir bei advalyze haben mithilfe dieses Prozesses bereits vielen Unternehmen dabei geholfen, die Fähigkeiten ihres Marketing-Tech-Stacks mit den jeweiligen Geschäftszielen in Einklang zu bringen. Wenn auch du dir Gedanken dazu machst oder Fragen zur Auswahl des richtigen Tools hast, dann stehen wir dir gern als Ansprechpartner zur Seite. Wir helfen dir dabei, genau solche Lösungen zu finden, von denen dein Unternehmen langfristig profitiert.

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Autor:In

James Holder @advalyze

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